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Diagnose Therapie Informationen aus der Industrie

Dermatologie & Allergologie

Haut (operative Diagnostik und Therapie): Diagnose

 

Haut
(operative Diagnostik und Therapie)

Die operative Dermatologie umfasst diagnostische sowie therapeutische Eingriffe (plastische Chirurgie).

Diagnostische Eingriffe (Probeexzisionen)
  • Probeexzisionen (Stanze) zur Sicherung der Diagnose häufig erforderlich
  • Möglichst keine Vorbehandlung, sonst vermerken (Steroidsalben!)
  • Hautentnahme mit Skalpell (gelegentlich Stanze), nicht elektrochirurgisch
  • Exzidat muss Subkutis enthalten; nicht quetschen
  • Nach Einlegen in 10 % neutrale Formalinlösung einsenden (bzw. nach Rücksprache mit Histopathologen)
  • Da der histologische Befund allein mehrdeutig sein kann, benötigt der befundende Dermatohistologe stets Anamnese und klinische Daten, gelegentlich auch die Vorstellung des Patienten.
Kleinere therapeutische Eingriffe
  • Exzision
  • Curettage (scharfer Löffel)
  • Elektrochirurgie (Fulguration, Koagulation)
  • Kryo- und Lasertherapie

Milien

Meist stecknadelkopfgroße, weiße, oberflächlich gelegene epidermale Zysten.

Lokalisation

Meist Gesicht

Molluscum contagiosum (Dellwarzen)

Virusbedingte, der Haut aufsitzende, meist hautfarbene Papeln mit zentraler Delle, meist bei Kindern und Jugendlichen - Atopiker

Lokalisation

  • Meist Gesicht
  • Arme
  • Oberkörper
  • Genitale

Verrucae vulgares

Virusbedingte, der Haut aufsitzende, oberflächlich zerklüftete Papeln; meist multipel, Neigung zu beetartiger Aggregation.

Nävi

(siehe dort)

Condylomata acuminata

Virusinfektion bei disponierendem Milieufaktor (Fluor, intertriginöse Mazeration, Ekzem, HIV+, Immundefizienz usw.), blumenkohlartige, bis zur Basis entfaltbare, büschelartige Vegetationen.

Differentialdiagnose

  • Condylomata lata (Syphilis)
  • gelegentlich Karzinom

Seborrhoische Warzen (Keratosen)

Bei Erwachsenen auftretende, bräunlich erhabene Herde mit zerklüfteter Oberfläche und wachsartigem Glanz.

Differentialdiagnose
(wichtig)

wenn pigmentiert, malignes Melanom

Zysten

Entstehung durch Epithelverlagerung (Entwicklungsstörung, Trauma) oder Verschluss von Drüsenausführungsgängen

Häufige Zysten

  • Traumatische Epidermiszysten
  • Epidermale Zyste ("Atherom")
  • Talgretentionszysten ("falsche Atherome")

 

Epidermalzyste
Epithelial ausgekleidete mikrotubuläre Zysten von der interfollikularen Epidermis oder vom Akroinfundibulum ausgehend oder vom Trichilemm der äußeren Haarwurzelscheide abstammende Zyste (daher auch Trichilemmalzyste), mit Hornzellmassen gefüllt (kein Talg!)

Symptome

  • Besonders am behaarten Kopf (generell aber an allen behaarten Körperstellen vorkommend) erbs- bis walnussgroße kugelige, prallelastische Tumoren mit darüberliegender atrophischer Haut.
  • Gelegentlich zentrale Öffnung mit Entleerung weißlicher, fötider Massen.


Komplikation

  • Entzündung
  • Ruptur

Gutartige Hauttumoren

Häufige gutartige Hauttumoren sind

  • Fibrome (Fibroma molle, Fibroma durum [Histiozytom])
  • Lipome (siehe unten)

 

Lipom
Benigne, tumorartige Vermehrung des subkutanen Fettgewebes (meist mit Kapsel). Kein Bezug zu Fettstoffwechselstörungen! Bei gehäuftem Auftreten (familiär) Lipomatose.

Symptome

  • Prallelastische, gut verschiebliche Geschwulst von Erbs- bis Eigröße besonders an den Extremitäten, Schultern.
  • Gelegentlich Dysalgie bei Druck auf Nerven.

Präkanzerosen und bösartige Hauttumoren (siehe dort)

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Letztes Update:26 Februar, 2009 - 16:42